Ausflugsziele in der Umgebung Kopenhagens

Text von Yvonne Steplavage

Auch außerhalb des Stadtzentrums gibt es lohnende Ausflugsziele im Großraum Kopenhagens. Dorthin gelangt man mit öffentlichen Verkehrsmitteln am besten mit dem Zug oder der S-Bahn. Zu entdecken gibt es hübsche Buchten und Strände sowie sehenswerte Schlösser und Herrenhäuser. Ebenso sind aber auch Ausflüge nach Südschweden möglich. Einige Highlights der Umgebung Kopenhagens sollen nachfolgend kurz vorgestellt werden.
 

Kronborg Slot

Schloss Kronborg

Schloss Kronborg in Helsingör

Erwähnenswert ist vor allem Kronborg Slot, das sich in der nahegelegenen Stadt Helsingør am Nordostende der Insel Seeland befindet. Durch William Shakespeares Drama “Hamlet” wurde das Schloss als dessen Schauplatz auf der ganzen Welt berühmt.

Kronborg Slot ist UNESCO-Weltkulturerbe. In jüngster Zeit wurde es umfangreich saniert und zu einer modernen Ausstellungsstätte umgebaut. Das Schloss entstand in den 1420er Jahren unter der Regierung von König Erik von Pommern, der den Öresundzoll eingeführt hatte. Jedes Schiff, das bis 1857 den Sund passieren wollte, hatte einen bestimmten Zollbetrag zu entrichten. Kronborg Slot diente dabei zur Überwachung.

Im 16. Jahrhundert wurde das Schloss vollständig umgebaut. Doch ein Brand verwüstete es 1629 komplett. Dank der eingenommenen Zölle konnte es aber zügig wiederaufgebaut werden. 1637 wurde es dann fertiggestellt. Von 1785 bis 1922 funktionierte man das Schloss zur Kaserne um.

Heute hat man hier die Möglichkeit, durch die Katakomben auf Entdeckungsreise zu gehen oder auch die riesigen Schlossräume zu besichtigen sowie das hier eingerichtete Seefahrtsmuseum. Zu erreichen ist Kronborg Slot mit dem Zug (Bahnhof Helsingør).
 

Schloss Frederiksborg

Frederiksborg Slot befindet sich im Westen von Kopenhagen in der Region Hillerød auf der Insel Seeland. Das Schloss gilt als Nordeuropas schönste und größte Renaissance-Anlage und beeindruckt vor allem durch einen romantischen Lustgarten. Es besteht aus insgesamt drei Inseln. Ursprünglich war Schloss Frederiksborg ein Herrenhaus, das Frederik II. 1560 mitsamt Ländereien erworben hatte. Sein Sohn Christian IV. ließ es durch ein Backsteinschloss im holländischen Renaissance-Stil mit aufgesetzten Kupfertürmen ersetzen.

Am 16. Dezember 1859 brach ein Brand im Schloss aus, das einen großen Teil davon zerstörte. Durch eine nationale Spendensammlung wurde Frederiksborg Slot bis 1864 restauriert.

Zwischen Mai und September ist das Schloss durch einen Ausflugsdampfer zu erreichen, der direkt zur Anlegestelle dicht am Eingang fährt. Ins Auge fällt nun ein riesiger Torturm, durch man in den äußeren Schlosshof gelangt. Der Turm wurde von dem aus Antwerpen stammenden Künstler Hans von Steenwinkel zwischen 1618 und 1623 erbaut. Im Vorhof der zweiten Insel steht seit 1888 die Nachbildung eines Neptunbrunnens  des niederländischen Bildhauers Adrian von Vries, der das Original 1623 erbaute. Die Schweden hatten dieses jedoch 1659 als Kriegsbeute mitgenommen.

Schließlich gelangt man auf der dritten Insel zum Schloss. Dessen ältester Teil ist der nördliche Königsflügel. Im Westen des Schlosses  entstand später der Kirchenflügel mit Kirchturm, im Ostteil der Prinzessinnenflügel. Das Schloss ist mit dem Bus (Linie 701) sowie der S-Bahn (Station Hillerød) zu erreichen.
 

Dom von Roskilde

Der Dom von Roskilde, auch St. Lucius-Dom genannt, zählt zu den Nationaldenkmälern des Landes und wurde wie Kronborg Slot in Helsingør ebenfalls zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Der Dom befindet sich in der Stadt Roskilde, die ca. 30 km westlich von Kopenhagen entfernt liegt.

Das prächtige Bauwerk entstand in den 1170er Jahren unter Erzbischof Absalon. Seit 1412, dem Todesjahr von Königin Margarethe I., werden hier alle dänischen Regenten bestattet. Eine Sehenswürdigkeit ist die Kapelle Christians IV., der hier beigesetzt wurde. Zu bewundern lässt sich dort z. B. eine Statue des Königs, die von dem dänischen Bildhauer Thorvaldsen erstellt wurde.

Neben dem Dom hat Roskilde weitere Sehenswürdigkeiten zu bieten. Hierzu zählen beispielsweise der neu gestalteten Hafen, das Wikingerschiffmuseum, das Königliche Palais sowie den Markplatz, der auf seiner Westseite von dem Rathaus mit einem mittelalterlichen Turm in Backsteingotik.

Zu erreichen ist der Roskilde mit dem Zug ab Kopenhagen.
 

Südschweden

Seit Juli 2000 verbindet die bekannte Öresund-Brücke die Länder Dänemark und Schweden und bildet seitdem eine kontinentale Anbindung Skandinaviens an Mitteleuropa. Somit lassen sich von Kopenhagen aus interessante und erlebnisreiche Ausflüge in die südschwedische Provinz Schonen unternehmen.

Vor allem ist Malmö als drittgrößte Stadt Schwedens ein lohnendes Ausflugsziel. Aber auch Helsingborg an der schwedischen Westküste ist von Kopenhagen aus gut zu erreichen. Von Helsingør im Nordosten Seelands verkehrt regelmäßig eine Fähre über den nur wenige Kilometer breiten Sund.
 

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