Småland

von Yvonne Steplavage

Allgemeine Informationen und Geschichte
Smaland

Smaland in Südschweden

Die schwedische Provinz Småland befindet sich im Süden des Landes. Sie unterteilt sich in die Bezirke Kalmar län, Kronobergs län und Jönköpings län. Auch Teile von Hallands län und Östergötlands werden ihr zugeordnet. Zu den angrenzenden Regionen gehören Blekinge und Schonen im Süden, Halland im Westen sowie Östergötland und Västergötland in Norden. Im Osten von Småland grenzt unmittelbar die Ostseeküste an. Direkt vor dieser befindet sich die Insel und eigene Provinz Öland, die administrativ an den Bezirk Kalmar län angegliedert ist. Bezeichnend ist vor allem auch der an die Küste angrenzende Schärengarten, der als einzigartig gilt. Zu den bedeutendsten Städten Smålands zählen Vimmerby, Växjö, Värnamo, Västervik, Oskarshamn, Kalmar, Nässjö und Jönköping.

Die Region entspricht dem typischen skandinavischen Bild, hierzu gehören ausgedehnte Nadelwälder, eine große Anzahl an Seen sowie endlose Moore. Auch durch seine fruchtbaren Ebenen zeichnet sich die Provinz aus. Die größten Gewässer Smålands sind Åsnen und Bolmen, im Nordwesten grenzt die Provinz des Weiteren an den Vättern, der als der zweitgrößte See Schwedens bekannt ist. Småland erfreut sich vor allem bei Outdoor-Liebhabern großer Beliebtheit. Auf wunderschönen Wanderwegen durch herrliche Wälder kann man hier Natur pur erleben. Legendär sind ebenfalls die idyllischen Dörfer mit ihren typischen roten Häusern, die aus der Ferne das Landschaftsbild in erheblichem Maße prägen. Des Weiteren ist Småland ein sehr populäres Reiseziel und eignet sich durch seine vielseitigen Möglichkeiten als Urlaub für die gesamte Familie. Ein großes Angebot an Ferienhäusern steht hier zur Verfügung. Auch gilt die Region aufgrund seiner atemberaubenden Seenlandschaft als Schwedens Paradies für Angler.

Småland setzt sich aus mehreren ehemals eigenen Provinzen zusammen. Daher stammt auch der Name der Region. Denn der schwedische Begriff Små land bedeutet übersetzt "kleine Länder". Die früheren Gebiete hießen Kinda, Finnveden, Ydre, Möre, Tjust, Njudung und Värend. Der genaue Status der Regionen ist allerdings nicht bekannt. Historischen Dokumenten zufolge besaßen sie jedoch ein eigenes Rechtssystem und Parlament. Durch teils ungenaue Grenzverläufe sowie verschiedene Zuordnungen zu mehreren Kirchenstiften und Bezirken entstand im Laufe der Geschichte eine Region, die sich eher anhand ihrer Unterschiede zu anderen Gebieten als durch Gemeinsamkeiten zwischen den Ländern auszeichnet. Die einzelnen Regionen Smålands waren teils so unabhängig, dass sie die Möglichkeit besaßen, sich im Krieg zwischen Dänemark und Schweden als neutral zu erklären. Je nach Autorität des regierenden Königs gegenüber der Ratsversammlung, wurden ihm Steuern bewilligt oder auch durchaus abgelehnt. Ab ca. 1680 entstand nach und nach die heutige Zusammensetzung Smålands aus den Bezirken Kalmar län, Kronobergs län und Jönköpings län. Diese werden von jeweils einem Bezirksverwalter regiert.

Vor allem auch durch die Glasbläserei hat sich Småland einen Namen gemacht. Umgangssprachlich wird die Region daher auch als Glasreich bezeichnet. Seit 1628 werden hier die heimischen Rohstoffe wie Quarzsalz und Brennholz für die Herstellung von Glas verwendet. Von den ehemals 100 Glashütten existieren in Småland heute noch 14. Hier besteht für Besucher die Gelegenheit, den Glasbläsern live bei der Arbeit zuzusehen. Bekannt ist Småland auch durch die berühmte Kinderbuchautorin Astrid Lindgren, die hier geboren wurde und auch aufwuchs. Einige ihrer Romanfiguren wie zum Beispiel Michel aus Lönneberga sind ebenfalls in dieser Region zu Hause.
 

Anreise nach Småland

Für die Anreise in das schwedische Småland gibt es verschiedene Möglichkeiten. Neben der persönlichen Präferenz spielen bei der Wahl auch der eigene Wohnort, der Reisezeitpunkt sowie die finanzielle Situation eine entscheidende Rolle. Im Folgenden werden die einzelnen Varianten zur Anreise kurz vorgestellt:

Mit dem Flugzeug

Von Deutschland aus ist die Provinz Småland sehr gut mit dem Flugzeug zu erreichen. Per Direktflug werden hier zwei internationale Airports angeflogen. Diese befinden sich in Jönköping und in Växjö. Der Jönköping Airport liegt im Norden Smålands unmittelbar am Vättern-See. Zwischen Mittsommer und Ende August werden des Weiteren Charterflüge von Frankfurt, Berlin, Hamburg und München aus eingesetzt. Eine große Anzahl an Reiseveranstaltern bieten diese im Rahmen ihrer Schweden-Pauschalreisen an.

Mit dem PKW

Am häufigsten entscheiden sich Mitteleuropäer für die Anreise mit dem eigenen PKW. Hierbei besteht die Möglichkeit, per Fähre oder über den Landweg nach Schweden zu gelangen. Bei letzterer Variante gelangen Urlauber von Dänemark aus über die Öresundbrücke zu ihrem Reiseziel. In diesem Fall sollte allerdings die nicht ganz preisgünstige Maut, die bei der Überquerung der Brücke anfällt, beachtet werden. Danach führt die Schnellstraße E4 in nördliche Richtung bis nach Jönköping. Je nach Standort des Reisedomizils sollte nun die in den Reiseunterlagen aufgeführte Wegbeschreibung hinzugezogen werden.

Fällt die Entscheidung doch für die Anreise nach Schweden mit der Fähre, so stehen hierbei vier Reedereien mit mehreren Verbindungen zur Verfügung. Häufig genutzte Routen führen in das südschwedische Trelleborg (ca. 30 km südlich von Malmö) ab Travemünde, Rostock und Sassnitz. Für die Überfahrt sollten ca. sieben Stunden eingeplant werden. Des Weiteren besteht eine Fährverbindung zwischen Kiel und Malmö, die von der Reederei Finnlines betrieben wird. Eine teurere, jedoch durchaus empfehlenswerte Variante ist die von der Reederei Stena Line angebotene nächtliche Überfahrt von Kiel nach Göteborg. Vor allem die Einfahrt in den Göteborger Hafen unter der großen Brücke hindurch gilt als Highlight. Von der zweitgrößten Stadt Schwedens geht es dann über eine gut ausgebaute Autobahn in Richtung Jönköping.

Sehenswürdigkeiten in Småland

Die historische Provinz Småland gilt aufgrund ihrer zahlreichen endlosen Wälder und ihrer malerischen Seenlandschaft bei Besuchern unterschiedlicher Altersgruppen als beliebtes Urlaubsziel. Im Laufe der Jahre haben immer mehr Reiseveranstalter diesen wunderschönen Flecken Erde für sich entdeckt und stellen daher ein vielseitiges Angebot an Ferienhäusern und Appartements zur Verfügung. Auch hält die Region Småland für den Besucher eine große Anzahl an Sehenswürdigkeiten bereit. Einige dieser besonderen Attraktionen werden im Folgenden vorgestellt.

Elchpark - Laganland

Elchpark

Im Elchpark bei Ljungby

Der sehr sehenswerte Elchpark befindet sich an der Landstraße E4 etwa 10 Kilometer nördlich der Stadt Ljungby. Es handelt sich um ein sechs Hektar großes eingezäuntes Waldgebiet, von dem ein Teil für Besucher zugänglich ist. Während der Öffnungszeiten haben diese die Gelegenheit, Elchbullen mit ihren Familien in einem einsehbaren Gehege aus unmittelbarer Nähe zu bewundern. Entlang des eingezäunten Geländes befinden sich mehrere Fototürme, von denen aus interessante Aufnahmen erstellt werden können. Als sehr empfehlenswert gilt die um 10.00 Uhr stattfindende Morgenfütterung, da um diese Zeit die Elche am aktivsten sind und daher auch einfacher zu fotografieren sind. Mit Glück lässt sich der eine oder andere Elch zu jeder Tageszeit mit einem Apfel als Snack an den Zaun locken. Im Mai und Juni gelten junge Elchkälber als Attraktion des Elchparks. Direkt im Eingangsbereich des Geländes befinden sich der Sweden Shop und das Touristbüro Laganland. Hier haben Besucher die Möglichkeit, zahlreiche Souvenirs aus der Region sowie rund um den Elch zu erwerben. Der Elchpark ist von April bis Oktober sowie an Weihnachts- und Neujahrsfeiertagen geöffnet.

Växjö - Das Zentrum des "Glasreichs"

Die smaländische Universitätsstadt Växjö ist die Hauptstadt der Region Kronobergs län. Vermutungen zufolge stammt der Name von den schwedischen Wörtern väg (Weg) und sjö (See), da sich die Gemeinde zwischen zwei Seen befindet. Die Stadt bietet mit seinem Flughafen durch die irische Fluggesellschaft Ryanair Urlaubern eine Möglichkeit zur Anreise. Am Campus Växjö der Linné-Universität sind etwa 9000 Studenten eingeschrieben. Auf dem dortigen Gelände ist das größte Holzhaus Schwedens zu finden. Växjö hat jedoch noch weitere Sehenswürdigkeiten zu bieten. Hierzu gehört unter anderem ein im 14. Jahrhundert erbauter Dom, der im Laufe der Jahrhunderte mehrfach saniert wurde. An seiner Ostseite befindet sich ein Runenstein. Nahe des Gotteshauses liegt des Weiteren der Linné-Park, in dem rund 44 Baumarten beheimatet sind.

Als besonderes Highlight gilt jedoch das Schwedische Glasmuseum. Daher ist Växjö auch als die Hauptstadt des Glasreiches bekannt. In dem Museum erhalten Besucher umfassende Informationen über das schwedische Glashandwerk sowie die Kulturgeschichte von Växjö und der Umgebung. Das Museum arbeitete eng mit der im Jahr 2000 gegründeten Glasakademie zusammen. Daher sind neben historischen Gegenständen hier auch sehr sehenswerte Ausstellungen von Glaskünstlern aus aller Welt zu bewundern. Auch werden in dem Museum in regelmäßigen Abständen Vorlesungen, Seminare und Workshops rund um das Thema "Internationale Glaskunst" veranstaltet. In einer besonderen Sammlung erfahren Besucher alles Wissenwerte über die Geschichte des schwedischen Glases, die aus über 100 Fabriken zusammengetragen wurde. Die Gegenstände und das Dokumentationsmaterial geben Zeugnis über dieses interessante Handwerk vom 15. Jahrhundert bis in die Neuzeit. Sehr sehenswert sind des Weiteren die über Achthundert zur Herstellung des Glases verwendeten Werkzeuge, die ebenfalls zur Ausstattung des Museums zählen.

Taberg

Taberg

Blick vom Taberg

Der Taberg befindet sich im Nordwesten von Småland nahe der Stadt Jönköping. Er entstand vor etwa 1,2 Milliarden Jahren und gilt als der fünfthöchste Berg innerhalb der Region. Als besonderes Merkmal gilt sein Bergrücken, der aus zwei fast gleichhohen Gipfeln besteht. Auf dem Südgipfel gibt es ein Rathaus, eine Bergkapelle und ein Ausflugslokal. Von dort aus haben Besucher einen imposanten Ausblick auf die endlosen Wälder Smålands. Bei wolkenlosem Himmel reicht die Sicht ca. 70 Kilometer weit. 1985 wurden der Taberg und das ca. 64 Hektar große umliegende Gebiet aufgrund zahlreicher Eisenerzvorkommen zum Naturreservat erklärt. Der Berg gilt bei Touristen als populäres Ausflugs- und Wanderziel. In den Sommermonaten werden geführte Besichtigungen in den dortigen Stollen angeboten. Auch ist ein Feldweg in Richtung Südgipfel in dieser Zeit für den PKW-Verkehr freigegeben.

Jönköping

Jönköping gilt mit einer Einwohnerzahl von etwa 120.000 als die größte Stadt Smålands. Sie befindet sich im Nordwesten der Provinz am südlichen Ende des Vättern, der als der zweitgrößte See Schwedens bekannt ist. Als alter Handelsplatz erhielt Jönköping am 18. Mai 1284 erstmalig Stadtrechte. Im Laufe der Geschichte war die Stadt des Weiteren Sitz mehrerer schwedischer Reichstage. Im Jahr 1612 wurde Jönköping von den Schweden niedergebrannt. Mit dieser Aktion wollten sie verhindern, dass die anrückenden Dänen hier Quartier bezogen. Am 10. Dezember 1809 wurde nach dem Dänisch-Schwedischen Krieg (1808–1809) in Jönköping der Friedensschluss unterzeichnet. Als etablierte frühere Industriestadt war die Stadt in erster Linie für seine Zündholzindustrie international bekannt. Der damalige Weltmarktführer Svenska Tändsticks AB, heute unter dem Namen Swedish Match bekannt, hatte hier bis 1970 seinen Sitz.

Als besondere Attraktionen in Jönköping gelten insbesondere der Stadtpark mit seinem Freilichtmuseum, das Streichholzmuseum und das Fabrikmuseum der Firma Husqvarna. Ein weiterer sehr sehenswerter Park ist der im Zentrum gelegene Rådhusparken. Auch den Besuch der Sophiakirche mit ihrem etwa 72 Meter hohen Turm in der Innenstadt sollte man sich nicht entgehen lassen. In Jönköping ist des Weiteren eine private Stiftungshochschule  zu finden, die über einen Universitätsstatus mit Promotions- und Habilitationsrecht verfügt. Hier sind rund 12.000 Studenten eingetragen.

Skurugata - Ein Canyon mitten in Schweden

Die Felsformation Skurugata befindet sich in der Region Jönköping län in der Gemeinde Eksjö. Hierbei handelt es sich um eine geschichtsumwobene geologische Besonderheit, deren senkrechte Schlucht im 90°-Winkel beidseitig nach unten fällt. Die Formation bildet eine 800 Meter lange Schlucht, die 7 bis 24 Meter breit und 20 bis 50 Meter tief ist. Das Gestein Skurugatas besteht vorwiegend aus dunkelbraunem und graubraunem Porphyr mit Anteilen an Rotem Feldspat und Quarz. Verschiedene Arten von Moosen wachsen in und auch außerhalb der Formation.

Durch die Schlucht führt ein Wanderpfad, auf dem die Besucher in ein Reich der landschaftlichen Vielfalt vordringen. Allerdings ist hier bei Regen Vorsicht geboten, denn die Niederschläge füllen die Schlucht mit Wasser, die dann der Größe von Seen entspricht. Der Norden Skurugatas besteht in erster Linie aus einem dichten Urwald, dessen Bild durch umgestürzte Bäume und Farne geprägt wird. Dringt man weiter in den Canyon vor, so lichtet sich der Wald, und die Landschaft verwandelt sich in eine Geröllhalde, in zunächst abwärts, danach wieder den Berg hinauf führt. Die mächtigen Gesteine links und rechts wirken hier nahezu beengend. An dieser Stelle ist ein loser und markierter Stein in die Wand eingelassen. Hinter diesem befindet sich ein Loch mit einem Gästebuch. Erreicht man den Süden von Skurugata, flacht sich die Landschaft zunächst wieder ab. Von hier aus führt der Wanderweg auf das 337 Meter hohe Felsplateau Skuruhatt, von dessen Aussichtspunkt Besucher einen atemberaubenden Ausblick auf die Wälder Smålands haben.

Die Region rund um Skurugata wurde im Jahr 1967 zum Naturreservat erklärt, dessen Größe etwa 42 Hektar beträgt. Campen und die Fortbewegung mit Motorfahrzeugen sind hier untersagt und Abfall muss sofort entfernt werden.

Vimmerby – Die Heimat von Astrid Lindgren

Die Gemeinde Vimmerby befindet sich im Norden der historischen Provinz Småland. Erstmalige Stadtrechte erhielt sie zu Beginn des 15. Jahrhunderts, die allerdings von dem schwedischen König Gustav Wasa im Jahr 1532 wieder aberkannt wurden. 1604 bekam Vimmerby diese Rechte jedoch zurück. Im Laufe seiner Geschichte wurde die Stadt mehrfach in Brand gesteckt und verwüstet. Daher musste sie einige Male neu aufgebaut werden.

Bekannt wurde Vimmerby vor allem durch seine prominenteste Bewohnerin, der Kinderbuchautorin Astrid Lindgren. Diese wurde in dem Ort geboren und verbrachte dort auch ihre Kindheit. Bekannt wurde Lindgren in erster Linie durch ihre abenteuerlichen Geschichten von Pippi Langstrumpf, Michel aus Lönnerberga, den Kindern von Bullerbü und Karlsson vom Dach. Der Ort Vimmerby war Vorbild für viele Ideen, die in ihrem Romanen wiederzufinden sind. Die große Eiche auf dem Grundstück ihrer Eltern beispielsweise wurde zum Limonaden Baum vor der Villa Kunterbunt von Pippi Langstrumpf. In dem alten Tischlerschuppen hinter dem Wohnhaus schnitzte der Lausbub Michel viele Holzmännchen. Das Geburtshaus der bekannten Schriftstellerin liegt am Rand von Vimmerby. Noch immer befindet es sich im Eigentum der Familie, die dort auch teilweise ihre Ferien verbringt. Mit viel Glück kann man vor Ort auch jemanden treffen, der bereit ist, spannende Geschichten aus dem Leben der Autorin zu erzählen.

Nahe des Ortes ist der legendäre Erlebnispark Astrid Lindgrens Värld zu finden. Hier haben Besucher die einmalige Gelegenheit, die Helden aus den Romanen der Kinderbuchautorin zu treffen. Mit viel Liebe zum Detail wurden hier unter anderem die Villa Kunterbunt, Michels Hofgut Katthult sowie Ronjas Räuberburg aufgebaut. Da die Häuser extra für Kinder gebaut wurden, können diese darin umherlaufen. Für die größeren Besucher sind die Türen der Gebäude allerdings zu niedrig. Die Figuren aus den Büchern können sich in dem Park jederzeit unter die Gäste mischen. Daher ist es durchaus möglich, dass Karlsson vom Dach, Michel und andere ihre Späße mit den Besuchern treiben. An etlichen Stellen im Park führen Schauspieler kurze Episoden aus den Geschichten der berühmten Autorin auf. Dies ruft nicht nur bei den Kindern große Begeisterung hervor. Des Weiteren sind hier ein Souvenirladen sowie ein Restaurant für das leibliche Wohl zu finden.

Hier finden Sie eine Astrid Lindgren Biographie sowie kurze Rezensionen zu ihren wichtigsten Werken.

Schloss Kalmar

Das eindrucksvolle Schloss Kalmar befindet sich auf einer kleinen Halbinsel im Südosten Smålands und ist durch einen Burggraben vom Festland getrennt. Bei dieser zur gleichnamigen Stadt gehörenden Festungsanlage handelt es sich um den besterhaltenen Renaissancepalast in Nordeuropa. Durch seine Lage an der ehemaligen Grenze zu Dänemark spielte das Schloss eine bedeutende Rolle in der Geschichte Schwedens. Im 12. Jahrhundert war das Land ständigen Angriffen durch Piraten und auch den Dänen ausgesetzt. Daher beschloss der damalige König Knut Eriksson, gegen diese Feinde Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Auf dieser Grundlage ließ er im Jahr 1180 an der Stelle des heutigen Schlosses einen Verteidigungsturm errichten, der nach und nach zu einer Festung ausgeweitet wurde. Die Burganlage mitsamt den vier Türmen und der Ringmauer entstand allerdings erst im 13. Jahrhundert im Auftrag von König Magnus Ladulås.

Das Schloss war der erste Wohnsitz von König Gustav I. Wasas nach dessen dänischer Gefangenschaft im 16. Jahrhundert. Daher befindet sich auf dem Anwesen ein ihm zu Ehren aufgestelltes Monument sowie ein nach ihm benannter Brunnen. Er und seine Söhne ließen die Festungsanlage im umfassenden Maße erweitern. Gustav selbst kümmerte sich um einen Stein- und Erdwall, seine Söhne hingegen befassten sich mehr mit der künstlerischen Ausstattung des Schlosses. Vor allem bei der Gestaltung der Inneneinrichtung wurden sie von sämtlichen Künstlern und Architekten Schwedens unterstützt.

Gegen Ende des 17. Jahrhunderts waren die Glanzzeiten von Schloss Kalmar erst einmal vorbei, die Anlage verfiel mehr und mehr. Die als unbezwingbar geltende Festung diente ab dieser Zeit unter anderem als Gefängnis, Getreidespeicher und königliche Schnapsbrennerei. Die alte Einrichtung wurde in weiten Teilen zerstört. Eine Zeit lang spielte man sogar mit dem Gedanken, das Schloss abzureißen. Schließlich fiel jedoch der Entschluss, dieses im umfangreichen Maße zu sanieren. Die Renovierungsarbeiten begannen um 1850 und sind bis heute noch nicht abgeschlossen. Mittlerweile werden die Räumlichkeiten von Schloss Kalmar oftmals für feierliche Anlässe, wie zum Beispiel Hochzeiten genutzt. Des Weiteren haben Paare hier die Möglichkeit, sich trauen zu lassen. Unter den Reisetipps für Småland gilt die beeindruckende Anlage als Favorit unter den Sehenswürdigkeiten. Mit seinem archäologischen Museum, unzähligen Ausstellungen und Konzerten zieht es Jahr für Jahr eine beträchtliche Anzahl an Besuchern an.

Öland

Die zur småländischen Provinz Kalmar län gehörende Ostseeinsel Öland ist die kleinste historische Provinz innerhalb Schwedens. Sie unterteilt sich in die Gemeinden Mörbylånga im Süden sowie Borgholm im Norden. Vom Festland aus gelangt man über die sechs Kilometer lange Ölandbrücke auf die Insel. Bei dem Eiland handelt es sich um eine Hochebene, deren höchste Erhebung 57 Meter über dem Meeresspiegel liegt.

Aufgrund seiner zahlreichen sonnigen Strände und der wunderschönen Natur ist Öland eine beliebte Urlaubsregion. Vor allem das Landschaftsbild zeichnet sich durch seine Vielseitigkeit aus, so dass für jede Vorliebe und jeden Geschmack etwas dabei ist. Ob flache Sandstrände, tiefe Schluchten, dichte Wälder oder auch karge baumlose Alvarflächen, all diese Gegensätze werden von der Insel verkörpert. Wer die Kunst liebt, findet auch hier eine breite Palette, sei es die klassische oder eher die moderne Variante. Geschichtsinteressierte Urlauber erwarten auf dem Eiland ein historisches Eiszeitdorf oder können anhand von Wikingergräbern ein Stück weit schwedische Geschichte eintauchen. Wer hingegen mehr Wert auf Spiel und Sport legt, kommt auf zahlreichen Golfplätzen oder auch beim Bogenschießen auf seine Kosten. Legendär sind auch die auf der Insel zu findenden Windmühlen. Von den ehemals 2.000 gibt es heute noch rund 350. Daher trägt Öland auch den Namen "Insel der Winde" und ist daher zu einem Paradies für Surfer geworden.
 

Fotos aus Smaland

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